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Bergpredikt und Medizin

Heilung durch die göttlichen Gesetze

Ein Zusammenhang zwischen den beiden im Titel angeführten Themenbereichen erscheint in der ersten Annäherung nur schwer einsichtig. Die Medizin unserer Tage hat sich von ihrem Ursprung, der ganzheitlichen Heilkunde, ein erhebliches Stück entfernt, so dass die frühere Synthese zwischen dem Heilen und der Spiritualität im Sinne eines Priesterarztes oder Arztpriesters weitgehend verloren gegangen ist. Andererseits muss man die Bergpredigt, obwohl unbestreitbar im Zentrum der Lehre des Christus Jesus stehend, als heute am Rande befindlich einordnen, abgelegt unter dem Oberbegriff Utopie und von Pfarrern ungern in ihr Repertoire einbezogen.

Jedoch ist es sicher, dass in der Person von Jesus, dem Christus, beides zusammengehörte, denn er war ein Verkünder und zugleich ein Heiler. Sein bekannter Ausspruch nach einem Heilerlebnis lautete: „Dein Glaube hat dir geholfen.“ Demnach wären das Heil-werden der Seele und das Geheilt-werden des Körpers untrennbar miteinander verbunden. Eine Utopie?

Man könnte nun anführen, dass gläubige Menschen seltener krank sind und mit größerer Wahrscheinlichkeit wieder gesund werden als nicht religiös oder spirituell Ausgerichtete. Man könnte auch aufführen, dass das Beten für Kranke deren Heilungs-Chancen erhöht, auch wenn es im „Blindversuch“ stattfindet. Alles dieses wurde wissenschaftlich untersucht, es erwies sich als statistisch signifikant und kann somit als akzeptabel gelten. Um diese mehr allgemeinen Tatsachen soll es hier jedoch nicht gehen, sondern um individuelle Zusammenhänge, die jeder an sich selbst anwenden kann.

Die Medizin heute

Es existieren heute zwei grundsätzlich unterschiedliche Ansätze in der Medizin, die oberflächliche, symptombezogene = zudeckende und die tiefergehende, ursachenbezogene = aufdeckende Form. Erstere ist die konventionelle, sie beseitigt Beschwerden und macht wieder funktionstüchtig, meist manipuliert sie dabei den Organismus. Nebenwirkungen werden in Kauf genommen, ihre

Möglichkeit bildet die Grundlage für Rezeptierungen, und spätere negative Folgen gelten als systemimmanent und unabänderlich. Selbstheilungskräfte sind hier nicht notwendig, sie stören eher. Im Extremfall wird der Körper in ein künstliches Koma versetzt, so dass alle seine Funktionen von außen her gesteuert werden können. Eine solcherart dominante Form der Medizin existiert allerdings erst seit ca. 150 Jahren.

Die zweite sucht nach der pathogenen Entwicklung vor dem Ausbruch einer Krankheit und nach dem ‚warum’. Sie will die Ursache finden und auflösen, und zwar nicht gegen den Körper, sondern zusammen mit seinen Fähigkeiten zur Selbstheilung. Die Homöopathie als Beispiel stellte vor 250 Jahren einen ersten solchen Ordnungsansatz im damaligen Chaos der akademischen Medizin dar. Wenn der Körper aber zur Selbstheilung befähigt ist, und daran gibt es wohl keinen Zweifel, so muss er ein internes Programm haben, das feststellt, was die Norm in welcher Form verlassen hat, und, wie es wieder in seine Mitte zurückkehren kann. Dies verlangt das Anerkennen einer „Blaupause“, eines übergeordneten Plans für den Organismus, der zugleich in ihm existent ist.

Die Blaupause des Organismus

Wo kann dieser Plan abgelegt sein? Nach aller Kenntnis kommt nur die DNS in Betracht, die ja in allen Körperzellen identisch das gesamte materiell-niedergelegte individuelle Programm dieses Menschen für dieses Leben beinhaltet. Es stellt sich nun die Frage, ob die Steuer- bzw. Leitungsfunktion der DNS ausschließlich materiell-genetisch codifiziert ist, einhergehend mit der Synthese von Proteinen, die als Botenstoffe und direkt die Ausführungen der Befehle übernehmen, oder ob nicht übergreifende Informationsfelder existieren, die den Überblick haben und die Realität kontrollieren, möglicherweise über Raum und Zeit hinaus gehend.

Die Wissenschaft der Genetik postuliert, dass nur Genome, also Abfolgen von Aminosäurenpaar-Triplets dazu befähigt und notwendig seien. Was bestimmte Körperfunktionen und deren Anomalien betrifft, ist diese Auffassung offenbar korrekt. Jedoch gehen die Fähigkeiten der Lebewesen darüber hinaus. Bereits bei der Ausübung systemischer Prozesse, z.B. dem sinusförmigen Verlauf des Tonus

der vegetativen Nerven und ihrer Reiz-Reaktionsphänomene ist nicht nur ein einzelnes Gen betroffen, sondern das Zusammenspiel vieler Gene erforderlich. Höhere Leistungen sind schon bei Tieren nicht mehr nur über Gene erklärbar, z.B. beim Zurücklegen großer Strecken das gleichzeitige Sich-orientieren an mehreren Kriterien wie Landschaftsform, Erdmagnetfeld und Sternbildern. Gariaev (Tattva Viveka 20) spricht von einem wellengenetischen Code als primärem und übergeordnetem System.

Biophotonen und Kohärenz

Ähnlich ist der Mensch vor allem in Ausnahmesituationen in der Lage, schneller, sinnvoller und koordinierter zu agieren als es Nervenleitungen, Botenstoffe oder Hormone zulassen würden. Wie stimmen sich die Zellen eines Organs, wie mehrere Organe untereinander ab, wenn es nicht zur Konfusion kommen soll? F.-A. Popp war es, der die ununterbrochene Kommunikation der Zellen miteinander bewies, Vorgänge, die über Biophotonen mit extremer Geschwindigkeit ablaufen. Ein Zitat (Tattva Viveka 18, p. 25): „Die Kohärenz, die ein biologisches System auszeichnet, ist aus physikalischer Sicht vollkommen unvorstellbar.“ Aus vielen Forschungen ergab sich zusätzlich, dass die DNS ein tunnelnder Supraleiter und ein gepumpter bzw. pumpender Laser ist, und, dass sie als Empfangs- und als Sendestation wirkt.

Was aber empfängt sie? Auf jeden Fall sollten es die Informationen sein, die von den ca. 70 Billionen Körperzellen ausgesandt werden und die über Interferenzen zur Kohärenz führen. Wer aber koordiniert wiederum deren Zusammenspiel, wer hat die Aufsicht, wer gibt Ziele und Wege vor? Hier sollte es eine übergeordnete Instanz sein, die lokalisiert sein dürfte im elektromagnetischen Körper- = Vitalfeld, und die nicht trennbar ist von der Seele, da sie die Individualität beinhaltet. Ein weiteres Zitat von F.-A. Popp: „Hier muss eine Organisation dahinter stehen, die dieses Orchester dirigiert. Es muss einen geben, der über eine extrem hohe Informationsvielfalt verfügt.“

Wir kennen alle die Psychosomatik oder auch die Psychoneuroimmunologie. Nehmen wir sie ernst, so kommen wir nicht umhin, die Priorität bzw. den Primat

der Psyche anzuerkennen. Sie ist von ihrer Bedeutung her vergleichbar einer Bienenkönigin, oder, wenn man dieses Beispiel akzeptiert, dem Papst einer bestimmten Kirche. Der Organismus ist nicht lebensfähig ohne dazugehörige Seele, die Seele existiert hingegen sehr wohl und ewig auch ohne Körper. Die Seele füllt das Körperfeld mit Informationen, sie programmiert den Körper und jede seiner Zellen ‚nach ihrem Bilde’. Damit enthält auch jede Zelle in ihrer DNS dieses individuelle Programm. Der Mensch ist nicht ein Körper, der eine Seele besitzt, sondern eine Seele, die sich für eine Zeitlang in einem Körper befindet.

Die Basis-Software: das göttliche Gesetz

Vergleichen wir nun den Menschen mit einem Computer, so stellt sich die Frage nach der Basis-Software, ohne die kein individuelles Ausführungsprogramm funktionieren kann. Dieses Grundprogramm kann nur das Gesetz Gottes sein, das enthalten ist in unterschiedlichen Anteilen in allen Religionen, da sie alle Teile der absoluten Wahrheit beinhalten, wenngleich mit verschiedenen Schwerpunkten. Unbelastbar und unabänderbar befindet es sich als ‚spiritus rector’ im Zentrum jeder Seele und „eingeschachtelt“ in der DNS jeder Körperzelle.

Nach der Medizin der Bergpredigt sind alle Krankheiten seelischen Ursprungs. Die entscheidende These dabei ist, dass der Organismus störungsfrei arbeitet, wenn die Zellen sich in Übereinstimmung befinden mit ihrem Basisprogramm, dem göttlichen Gesetz, und wenn kein individuelles Problemprogramm (z.B. eine karmische Belastung) abläuft. Dazu ist notwendig ein Leben des Menschen nach dem Extrakt dieses Gesetzes, welches auf die Erde gebracht und ausgedrückt wurde durch Jesus, den Christus, in seiner Bergpredigt. Dabei bestehen keine Widersprüche zu früheren Codifizierungen wie z.B. durch Hermes Trismegistos, Buddha oder Laotse.

Seele und Körper

Das Erfreuliche dabei ist, dass die Organe, die als Zellverbände ein höheres Bewusstsein haben als einzelne Zellen, eine Sprache aufweisen, d.h. dass die

Organfunktion im Positiven und jedes Symptom im Negativen symbolhaft zeigen, inwieweit der betreffende Aspekt des göttlichen Gesetzes realisiert wird oder nicht. Weshalb? Der Körper ist nicht nur Ausführender des allgemeingültigen Basis- und des Individualprogramms der Seele, sondern auch ihr Freund. Er möchte nichts lieber, als in vollkommener Harmonie mit der Seele arbeiten zu können. Allerdings kennt er auch die Belastungen, die Fehlprogramme, und er hat die Aufgabe übernommen, der Seele bei deren Überwindung zu helfen. Hinter jeder Beschwerde und jeder Erkrankung verbirgt sich somit ein Verstoss gegen einen bestimmten Inhaltsanteil der Bergpredigt als der seit 2000 Jahren existenten ‚Veröffentlichung’ des göttlichen Gesetzes’.

Jedes Symptom und vor allem jede Krankheit ist von daher ein Versuch, dem Menschen zu zeigen, welche Fehler er ausübt, damit er sie erkennen, überwinden und ablegen kann. Ein Gesund-werden als Heil-werden statt eines Verdrängens beinhaltet daher eine Veränderung von Haltungen und Verhaltensweisen von Seiten des betroffenen Menschen. Symptome repräsentieren dabei bevorzugt neuere Fehler, Krankheiten sind das Ergebnis dessen, was sich über längere Zeit aufsummiert hat.

Die Bergpredigt allgemein

Zentrale Botschaften der Bergpredigt sind sicherlich die Selbsterkenntnis (‚Balken im eigenen Auge’) anstelle des Wertens/Abwertens und Urteilens/ Verurteilens sowie das Vergeben (‚7 mal 7 mal’) anstelle des ‚Auge-um-Auge, Zahn-um-Zahn’-Prinzips. Oft wird die Bergpredigt missverstanden als Anleitung zur Unterwürfigkeit (‚die andere Wange hinhalten’). Dies ist falsch, denn Demut beinhaltet zuerst Mut, nämlich den, nicht auf seinen Vorteil zu schauen, der sich ergibt, wenn man dem Nächsten nach dem Munde redet, sondern ihm statt dessen meine Auffassung der Wahrheit zu sagen, jedoch so, dass er sie verstehen und annehmen kann.

Sanftmütige Kritik erscheint auf den ersten Blick als ein Widerspruch in sich, stellt aber die Basis für eine gemeinschaftliche Evolution der Kinder Gottes dar. Das Sich-nicht-ausrichten auf die Reaktionen der anderen und das Stehen zu mir

verlangen Mut und bedeuten Demut, die Jesus vorlebte: Liebe statt Ehre, innere Würde statt Ansehen, zudem Wahrhaftigkeit und Weisheit. Die Bergpredigt vertritt nicht ein In-Watte-packen in Form einer oberflächlichen Pseudo-Harmonie mit Verdrängung der Probleme, sondern geht in allem an die Wurzeln, an die Ursache, an die Motive. Ein hier erreichtes Bereinigen der Traumata ermöglicht ein tatsächlich friedliches Zusammenleben. Das übermenschlich anmutende Lieben des Feindes bedeutet dabei ein Sich-hinein-versetzen in seine Motive, die ich – wenngleich verdrängt – spiegelbildlich in mir habe. Je mehr ich mich errege, umso mehr beweist dies eine ‚Resonanzkatastrophe’ in mir.

Der korrekte Begriff der Schuld im Sinne von Verursachung wurde in den christlichen Kirchen mit dem Beurteilungsbegriff der Sünde verknüpft und damit degeneriert. Es handelt sich einfach und wertfrei um eine plus/minus-Bilanzierung. Zudem gelten nicht die üblichen Maßstäbe, die sich analog zur Medizin an der Oberfläche befinden, sondern die der Bergpredigt, wonach nur das Sein gilt und nicht der Schein. Weder das göttliche Gesetz noch die Zellen des Körpers lassen sich etwas vormachen. Zwischen den üblichen gesellschaftlichen Werten von Vorteilen und Erfolg und denen der Bergpredigt besteht ein Antagonismus. Die Umkehrung üblicher Maßstäbe zeigt sich vor allem darin, dass der größtmögliche Fehler darin besteht, zu behaupten, fehlerfrei zu sein. Jesus schalt keinen Sünder, sondern die Pharisäer, die voller Selbstüberschätzung und bar der Selbsterkenntnis sich für Vorbilder erklärten.

Jeder Mensch hat das Recht, seine für ihn gültigen Umwege zu Gott zu gehen. Sie unterscheiden sich in der Ausdehnung der Schleifen, im übrigen nicht. Eine wesentliche Schuld ergibt sich dann, wenn ich eine Evolution störe oder gar blockiere, wobei es ebenso die eigene sein kann wie die eines Anderen. Bringe ich einen Menschen dazu, sich von Gott abzuwenden, so hat dies Konsequenzen. Ebenso folgenreich ist es aber, wenn ein Mensch sich überschätzt – letztlich ein ‚ich will sein wie Gott’ – und ich ihm keine Hilfestellung zum Sich-erkennen gebe.

Da solche Ansätze jedoch trotz ihres Bekanntheitsgrads in unserer Welt nur eine zögerliche Realisierungswahrscheinlichkeit aufweisen, ist das göttliche Gesetz in der Lage, die Menschen an ihrer Achillesferse zu fassen, nämlich an ihrem

Wohlbefinden und dessen Fehlen in Form von Beschwerden, Schmerzen und Krankheiten. Schon viele geistige Lehrer mussten einsehen, dass das Beharrungsvermögen negativer Gewohnheiten und ihr Verdrängen ausgeprägt ist, und dass viele Menschen nicht durch Einsicht und nicht mit Hilfe von Vorbildern zu lernen gewillt sind, sondern durch Leid als Folge des Gesetzes von Ursache und Wirkung dazu angeregt werden müssen bzw. wollen.

Die Symbolsprache der Organe

Die Sprache der Organe folgt nicht dem menschlichen Verstand, denn seine Produkte sind missverständlich, sie führen zu Meinungen und dann zum Meinungsstreit. Die universelle Sprache ist eine der Symbole, denn diese werden überall verstanden. Betrachten wir innerhalb des Komplexes der Sprache der Organe ein Beispiel: der Dickdarm hat die Aufgabe, den vorverdauten Stuhl anzunehmen, aufzunehmen und dann loszulassen. Symbolisch steht dies für die positive Eigenschaft der Menschen, es mit den Nächsten, also den Mitmenschen ebenso zu tun, darüber hinaus auch bezüglich eigener und fremder Auffassungen und Meinungen, sogar bezüglich des Schicksals. Die beiden häufigen Beschwerdetypen sind der Durchfall und die Verstopfung. Der Durchfall zeigt ein unzureichendes An- und Aufnehmen, die Verstopfung ein mangelndes Loslassen-wollen. Dass ältere Damen so oft unter Verstopfung leiden, beinhaltet daher zumeist ein Beharren auf Urteilen und Vorurteilen sowie ein Binden von jüngeren Familienangehörigen und ein Kleben an der Vergangenheit.

Die wichtigste Pathologie des Darms, die Colitis, ist eine Autoaggressionskrankheit, also ein Bumerang als Folge verdrängter Aggressionen, die auf mich zurück kommen und mit Durchfall einhergehen. Hier liegt somit ein verstärktes Nicht-annehmen sowohl von Mitmenschen als auch von sich selbst vor, mit meist fixierten Vorstellungen, wie sie und ich zu sein haben, nämlich perfekt. Unvollkommenheiten, Fehler und Leistungsmängel werden nicht toleriert, die daraus folgenden Aggressionen aber umgehend verdrängt, da sie ja ebenfalls eine Form der Unvollkommenheit wären, die nicht ein- bzw. zugestanden werden kann.

Ähnliches gilt für alle Organfunktionen des Körpers, dessen Symbolsprache man übersetzen kann mit Hilfe ihrer Funktionsweisen in verallgemeinerter Ausdrucksform. Ein Tumor z.B. ist wie ein zweites Lebewesen in mir, er stellt ein Alter-ego dar, das alle verdrängten egoistischen Komplexe enthält, die endlich die Chance bekommen, rücksichtslos nach Verwirklichung drängen zu dürfen. Naturgemäß wäre es sinnvoller, diese Bedürfnisse zuvor kanalisiert zu leben und allmählich in eine gute Richtung zu bringen, und nicht, eine Fassade vorzutäuschen. Der Tumor ist ehrlich, er ist authentisch, sein Träger war es vorher nicht.

Es existieren somit neben den organbezogenen Fehlhaltungen auch generell wirksame. Dies beinhaltet immer ein Leben nach anderen Vorstellungen als diejenigen, welche in der Seele für dieses Leben einprogrammiert sind. In der Reihe ihrer Wichtigkeit: ich kann das Leben nicht annehmen, wie es ist; ich will etwas sein, was ich nicht sein kann; ich bin dem Schicksal gegenüber undankbar wegen meiner Lebensumstände.

Jesus, der Christus, sah es als ein großes Anliegen an, solche Spaltungen des Lebens bewusst zu machen und aufzuheben. Und dies nicht erst, wenn sich im Lebensfilm beim Tod des Gehirns die Ideen der Welt auflösen und das in der DNS der Hirnzellen gespeicherte Gesetz Gottes als Maßstab zum Tragen kommt. Warum erst dann, warum nicht jetzt? Solche Spaltungen betreffen Diskrepanzen zwischen Gedanken und Worten, zwischen Worten und Taten, aber auch schon zwischen Gefühlen und Gedanken. Ein ‚primär-chronisches-Heiligsein’, sozusagen von Null auf Hundert, stellt eine auch solche Spaltung dar und ist nichts als eine Illusion und Vortäuschung.

Das „liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ beinhaltet zuerst, dass ich mich annehme, wie ich bin, weder abwerte noch verurteile und, dass ich zu mir stehe und mich (d.h. meine Seele und ihr Programm) verwirkliche. Dies ist kein Egoismus, sondern die Basis für die Liebe überhaupt. Eine Selbstaufgabe als Basis des Dienens ist keine Selbstverwirklichung und damit sinnlos, sie wird nicht honoriert, da es als typisch nicht-authentisches Leben zum Sich-verschulden an

sich selbst führt. Man kann erst selbstlos im Sinne von ich-los werden, wenn man das Ich zuvor gefunden, erlebt und gelebt hat. Dies ist auch keine Selbsterlösung, sondern mein Anteil an der Erlösung.

Selbsterkenntnis und Bereinigung

In der Tabelle werden die Zusammenhänge schematisch dargestellt, insoweit dies vereinfachend möglich ist. Es wird deutlich, dass Negativinhalte bzw. negativ informierte Energiefelder sich durch eine Bereinigung ins Positive, quasi in ‚Guthaben’ umwandeln (von rechts nach links). Die DNS wirkt als holographisch arbeitender Datenspeicher, dessen Grundprogramm, das Gesetz Gottes, in jedem Menschen parallel zum Seelenspeicher und imprägniert durch ihn unbelastbar und unveränderbar existiert.

 

Tab.: Wege von unten nach oben und von rechts nach links

Individuelle Informationsinhalte der DNS
Zielpunkt                                     ← Weg ←                                     Ausgangspunkt
Heil-sein

Übernommene spirituelle

Aufgaben,

individuelle

Evolution

Adäquate Krankheiten
Entgiftungen Toxine, Schlacken
Ethische Haltungen Fehlhaltungen
Bereinigte Fehler Unbereinigte Fehler
Miasmatische Therapie Miasmen
Authentische Gene Genetische Belastungen
Evolution von Gruppen Charakteristika der geistigen Entität Gruppenbelastung
Menschheitsevolution Menschheitsbelastung
Basis ist das Gesetz Gottes (Extrakt: die Bergpredigt )

Zur Klarstellung: eine supraindividuelle Schuld (die Menschheit bzw. eine Gruppe, die z.B. die Erdseele Gaia leiden lässt) hat nichts mit einer Erbsünde gemeinsam, sondern beinhaltet meinen individuellen Anteil, den ich in Vorinkarnationen an einem Fehlverhalten (z.B. Krieg) beigesteuert habe. Es ist anzumerken, dass für Jesus die Reinkarnation eine Selbstverständlichkeit war. Alle in welchem Leben und wie auch immer miteinander verknüpften Personen besitzen in ihrer DNS diejenigen Informationsanteile aus dem ‚Gesamtspeicher’, die mit unbereinigten Konflikten und Fehlhandlungen zusammen hängen, und zwar solange, bis eine Bereinigung zwischen ihnen stattfindet. Der Begriff Sünde existiert nach dem göttlichen Gesetz nicht, er ist menschlichen Ursprungs und eine Folge von Bewertungen (‚richte nicht auf dass du nicht gerichtet werdest’).

Diagnostiziert ein Arzt Fehlhaltungen an einem Patienten, so reagiert dieser typischerweise mit Widerstand, da sich das Ich zunächst einsichtslos und wütend verteidigt, denn es ist sich selbst gegenüber blind und fühlt seine Existenz bedroht. Das Gesetz der Spiegelung, also meine Erregung über solche negativen Eigenschaften an Mitmenschen, die ich selbst in mir habe, aber nicht sehen will, kann zwar intellektuell (‚Resonanzprinzip’) nützlich sein, dringt jedoch selten vor bis in die Tiefe.

Die Symbolsprache der Organe kann hier frappierende Ergebnisse liefern und einen Aha-Effekt der Selbsterkenntnis auslösen. Dabei kommt es auch zur Erkenntnis, dass ich meine Seele bin. Jedoch ist es eine Gnade, den Körper zu haben, da ich mich mit ihm und seiner Hilfe gezielter, besser und schneller entwickeln kann. Und das Grundgesetz des Universums ist die Evolution, die Aufwärtsentwicklung, insgesamt und individuell. Dazu müssen negative Energiefelder nach dem Verursacherprinzip von dem gereinigt bzw. bereinigt werden, der sie produziert hat. Schuldzuweisungen sind kontraproduktiv. Schon ein Auf-mich-nehmen und Bereuen kann jedoch das Vorzeichen eines Energiekomplexes ins Positive umwandeln. ‚Wundermittel’ sind das Vergeben und das Um-Vergebung-bitten.

Bergpredigt und Medizin

Auf diese Weise wird eine Beziehung hergestellt zwischen einer Medizin als Heilkunde und der Bergpredigt als kurze Fassung der göttlichen Gesetze, die in der DNS jeder Körperzelle einprogrammiert sind. Eine Medizin ohne Einbeziehung solcher Zusammenhänge wird die Ursache von Symptomen und Krankheiten schwerlich erkennen oder eine Hilfestellung zur Beseitigung leisten können. Eine Heilkunde, die mit Hilfe der Sprache der Organe zu den Wurzeln geht und unterbewusst wuchernde negative Energiefelder, die im Widerspruch stehen zum göttlichen Gesetz und die DNS in ihrer Funktion beeinträchtigen, erkennt und zu bereinigen hilft, heilt wirklich.

Zusätzlich bestehen die Gnade Gottes und der Christusfunken in jedem Herzen, die gegen jedes Schema eingreifen und es außer Kraft setzen können. Sie

verhindern das Entstehen einer Abwärtsspirale (eines Teufelskreises) und ermöglichen Evolutionssprünge. Allerdings wäre es eine schreckliche Vereinfachung, sich vornehmlich auf die Gnade zu stützen oder zu verlassen, denn sie kann nur geschehen, wenn wir die Voraussetzungen geschaffen haben, denn: „wer immer strebend sich bemüht, den können Wir erlösen“. Die Medizin der Bergpredig bietet eine Hilfestellung auf diesem Weg.

Es sei noch einmal hervor gehoben, dass es ein Missverständnis ist, die Bergpredigt zu interpretieren als ein ‚Alles-mit-sich-geschehen-lassen’ oder ein ‚Helfen-wollen immer und um jeden Preis’. Die Bergpredigt verbindet das Fördern immer mit dem Fordern. Wer nicht bereit ist, sich selbst zu helfen, bekommt keine Hilfe, sondern unterlegt sich selbst dem Gesetz von Ursache und Wirkung nach seiner Ausführungsverordnung, die lautet: lernen oder leiden. Die Entscheidung trifft jeder jederzeit selbst. Hilflose allerdings erfahren bedingungslose Hilfe, wie es der Mann aus Samaria tat.

Ein Beispiel: Ein Bettler sitzt am Straßenrand und fordert jeden Vorübergehenden heraus. Gibt man ihm Geld, so ist dies angebracht und korrekt, wenn er a) es wirklich benötigt, b) selbst kein Geld verdienen kann, c) es nicht vertrinkt oder sonstwie veruntreut, d) keiner Bettlerorganisation angehört und e) nicht demonstrativ Mitleid hervorruft. Gibt man ihm Geld, ohne dass diese Bedingungen erfüllt sind, belastet sich auch der Gebende, da er eine mögliche seelische Belastung des vorgeblichen Bettlers verstärkt.

Es ergibt sich aus dem Gesagten, dass es nur möglich ist, nach der Bergpredigt zu leben, wenn man über ein Einfühlungs- und Unterscheidungsvermögen verfügt. Im übrigen gilt das für den Bettler Gesagte grundsätzlich auch für die Beziehungen zu Patienten. Der Therapeut sollte nicht Wachs in den Händen von fordernden Patienten sein, die die Verantwortung für sich und ihre Krankheit nicht übernehmen wollen, sondern sie u.U. als Fluchtmöglichkeit oder Druckmittel verwenden. Ein Nein-sagen-können ist notwendig, wenn man unredliche Motive verspürt, da man demjenigen so tatsächlich hilft. Hilfe sollte, wann immer möglich, Hilfe zur Selbsthilfe sein. Nimmt der Therapeut dem Patienten die Möglichkeit zur Selbsterkenntnis, so hat dies negative Folgen für beide.

Schließlich sei noch ein Textzitat aufgeführt, das zeigt, dass die Bergpredigt keine christliche Exklusivität besitzt. Es stammt von Keith Sherwood, der aus buddhistischer Sicht an Kommunikation und Liebe herangeht (www.onewholelove.com): ‚Karmischen Ballast erkennen und Energieblockaden lösen’.

Wie man Intimität wieder herstellen kann: Du hast ein Problem – Du hast etwas getan, was jemanden, den Du liebst, verletzt oder Dir entfremdet hat. Du fühlst Dich schrecklich, hast aber keine Ahnung, wie Du die Dinge wieder ins Lot bringen könntest. Vielleicht bist Du sogar derjenige, der verletzt wurde, und es ist Dein Stolz, der einer Versöhnung im Weg steht.

Selbst wenn Du Dein Handeln als gerecht empfindest, ist Eure Intimität jetzt gestört, und die Spannung und Schwere zwischen Euch entfremdet Euch einander. Was nun? Wirst Du dem Sturm trotzen und noch härter kämpfen, um zu beweisen, dass Dich keine Schuld trifft oder ziehst Du Dich zurück und wartest einfach ab? Es ist unwahrscheinlich, dass eine dieser Möglichkeiten befriedigend verlaufen wird, denn keine von beiden wird Euch einander wieder näher bringen.

Also, lass mich Dir eine einfache Lösung vorschlagen – entschuldige Dich! Nicht, weil Du im Unrecht bist, sondern weil eine ernst gemeinte Entschuldigung wieder Nähe herstellen kann und den Prana-Fluss zwischen Euch wieder belebt.

Eine Entschuldigung kann dafür sorgen, dass das blockierte Prana zwischen Partnern in einer Beziehung wieder fließt. Prana strahlt durch die Energiezentren im menschlichen Energiefeld, die man Chakren nennt. Prana ist Energie ohne Eigenschaften. Sie strahlt zwischen Partnern, Freunden und Familienmitgliedern und macht Intimität erst möglich.

Um Intimität wieder zu erlangen, muss die Blockade, die den Pranafluss behindert, gelöst werden, und genau das kann eine Entschuldigung leisten. Allerdings muss sie freiwillig gegeben werden und aus zwei Teilen bestehen.

Der, der sie gibt, muss das, was die Intimität gestört hat – ob Handlung oder Untätigkeit – genau beschreiben, und man muss ernsthaft bedauern, dass man den anderen verletzt hat, indem man: a) den Pranafluss im gemeinsamen Energiefeld unterbrochen und b) die Blockade verursacht hat, die zur Störung der Intimität führte.

Eine echte Entschuldigung klingt etwa so: „Es tut mir leid, dass ich meine Wut (meine Eifersucht, Schuldzuweisung, Unsicherheit o.a.) auf Dich projiziert habe und Dich und Dein Energiefeld damit verletzt habe.“

Wenn die Entschuldigung einmal ausgesprochen ist, wird der Prana-Fluss wieder hergestellt, und beide Partner werden wieder in der Lage sein, Vergnügen, Liebe, Nähe und Freude miteinander zu teilen, ohne dass Groll oder Blockaden dem im Weg stehen könnten.“

Hinweise:

www.holisticcenter.de

www.youtube.com/creatrix13

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